Erhalt vor Ausbeutung – Grüne Winterwanderung im Keulaer Wald setzt klares Zeichen gegen Zementwerk-Erweiterung

KEULA / DEUNA – Am vergangenen Sonntag versammelten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Naturschützer am Keulaer Wald, um sich ein Bild von der drohenden Gefahr für das lokale Ökosystem zu machen. Der geplante Kalksteinabbau zur Erweiterung des Zementwerks Deuna ist mit dem Erhalt dieses wertvollen Buchenwaldes nicht vereinbar.

Weitere Themen waren das Bergbaurecht in den neuen Bundesländern, der CO² Ausstoß bei der Herstellung von Zement, die geplante Wiederaufforstung des Tagebaus und die damit verbundene Schwierigkeiten aufgrund fehlender Bodendecke und des Wassers.

 

 

Buchenwald in Gefahr

Während der Wanderung durch den Winterwald wurde die ökologische Bedeutung des Gebiets erläutert. Der Keulaer Wald ist nicht nur ein wichtiger Kohlenstoffspeicher, sondern auch ein komplexes Ökosystem, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Eine Erweiterung des Steinbruchs würde eine unwiederbringliche Zerstörung dieser Flächen bedeuten. 

Raubbau an der Zukunft

Die Teilnehmer waren sich einig, dass wirtschaftliche Interessen hier klar hinter den Natur- und Klimaschutz zurücktreten müssen. „Wir können nicht von Klimaschutz reden und gleichzeitig einen der wichtigsten lokalen CO2-Speicher für die Industrie opfern“, so der Tenor der Gruppe. Besonders kritisch wurden die langfristigen Folgen für den regionalen Wasserhaushalt diskutiert, die durch den massiven Eingriff in das Gesteinsgefüge entstehen könnten. 

Kernforderungen der Initiative:

  • Stopp der Erweiterungspläne: Kein weiterer Abbau auf Kosten schützenswerter Waldflächen.

  • Alternativen prüfen: Die Industrie ist aufgefordert, nachhaltige Rohstoffquellen und Recyclingmethoden zu nutzen, statt Primärressourcen durch Kahlschlag zu gewinnen.

  • Schutz des Keulaer Waldes: Langfristige Sicherung des Bestandes als Erholungsraum und ökologisches Schutzgebiet.

Fazit: Der Keulaer Wald darf nicht dem Zementwerk weichen. Der Schutz unserer Heimat und der Erhalt der biologischen Vielfalt sind wichtiger als kurzfristige industrielle Expansion.

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