Der Kreisverband Eichsfeld von Bündnis´90/Die Grünen veranstaltete mit dem stellvertretenden grünen Bundesvorsitzenden Sven Giegold in Haynrode eine Veranstaltung zur Energiewende. Die gut besuchte Veranstaltung fand in Haynrode statt, da dort aus einer Initiative der IG Metall, dortigen und im Eichsfeld angesiedelten Unternehmen und Bürgermeister Andreas Heiroth ein Dekarbonisierungsprojekt auf den Weg gebracht wurde, um bei dem Transformationsprozess der Energiewende nicht fremdbestimmt zu werden und eigene innovative Ideen voran zu bringen. Dieses Projekt „ECO2WEL“ erhielt 2024 eine Förderzusage vom Bundeswirtschaftsministerium, deren Staatssekretär damals Sven Giegold war. Nun in der Opposition wollte Giegold den Fortgang des Projektes sich anschauen und gleichzeitig in einem Vortrag deutlich machen, wie wichtig es für eine innovative Wirtschaft, das Klima und die internationale Unabhängigkeit ist, dass die Energiewende unverändert weitergeht.
Nach einem Grußwort von Bürgermeister Heiroth von Haynrode, stellte der Projektmanager von „ECO2WEL“, Thomas Knoche in einer Präsentation die innovativen Ideen des Projektes vor: Dem Aufbau von Solaranlagen auf Dächern von öffentlichen Gebäuden der Gemeinde mit dem Einbau von Wärmepumpen, aber auch verbunden mit Ladesäulen für E-Autos, die dann zudem die Möglichkeit zum bidirektionalen Laden beinhalten. Hierbei werden E-Autos als mobile Speicher und Netzstütze genutzt, falls die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Dies kann aber auch in Unternehmen genutzt werden, um die Spitze im Stromverbrauch eines Unternehmens zu senken und somit generell dessen Energiekosten. Ferner beinhaltet das Projekt moderne digitale Lösungen, die enorm Kosten bei der Brandschutzüberwachung in der Gemeinde Haynrode einsparen.
Giegold machte in seinem Vortrag deutlich, dass durch die Grünen in der Ampelregierung endlich richtig Tempo bei Solar, Wind und den Übertragungsnetzen gemacht wurde. 2024 waren über 90% der neuen Kraftwerksleistung erneuerbar.
China zeigt mit seinem immer mehr steigenden Stromverbrauch, dass innovative Wirtschaften heute vor allem stromintensiv sind. Doch was macht die heutige Bundeswirtschaftsministerin der CDU, Katharina Reiche? Sie rechnet in ihren Vorhersagen den Stromverbrauch klein, was eine Deindustrialisierung mit Nullwachstum auf Ansage ist. Zudem will sie wieder mehr auf fossile Energien mit dem Ausbau von Gaskraftwerken setzen als eben weiter klar den Ausbau von erneuerbaren Energien fortzusetzen und Lösungen zu suchen, wie man diese Energien besser speichern kann. Statt mit günstigem grünem Strom die Basis für wirtschaftlichen Fortschritt zu legen, verunsichert die Wirtschaftsministerin Investoren und gefährdet Versorgungssicherheit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Und sie macht uns so eben auch weiter abhängig von fossilen Energielieferanten wie Putin oder nun Trump.
Dagegen setzen die Grünen mit Giegold auf eine Energiewende 2.0: Die Zukunft ist elektrisch, erneuerbar und dezentral. Statt zu bremsen, wollen die Grünen günstige, erneuerbare Energie dahin bringen, wo und wann sie gebraucht wird – mit digitalen Netzen, klugen Speichern und flexiblen Verbrauchern. Hierzu brauchen wir in Deutschland wie es sie bereits in vielen anderen Ländern Europas gibt, moderne Stromzähler (Smart Meter), die Strom, wenn er zu günstigen Zeiten produziert wird, auch so berechnen. Auch die Bürgerenergie ist hierbei ein entscheidender Faktor: Wer Energie vor Ort produziert und teilt, senkt Kosten. Das Motto der Grünen: Energie von allen, für alle.
Bei nicht abnehmender Ausschreibung für erneuerbare Energien, sollte man nun im Eichsfeld daher anstatt von Investoren von außen fremdbestimmt zu werden, pro-aktiv selber die Solar- und Windparks zum eigenen Vorteil gestalten.
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