Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2017 gewählt

In einer Grünen Mitgliederversammlung der drei Kreisverbände in Nordhausen im Weltladen wurde die 31jährige Stephanie Kespohl aus Elende im Landkreis Nordhausen einstimmig als grüne Spitzenfrau für Nordthüringen gewählt. Anschließend wurden erste wichtige Themen, wie zum Beispiel die Entwicklung im ländlichen Raum, die Verkehrs- und Energiewende sowie der Natur- und Umweltschutz gemeinsam besprochen.

„Wir haben mit dem Grünen Band, dem Gipskarst im Südharz, dem Kyffhäuser und der Hohen Schrecke Gebiete von bundes- und europaweiter Bedeutung für den Naturschutz, für die ich mich auf Bundesebene einsetzen werde. Hinzu kommt der Possen in der Hainleite bei Sondershausen. Wenn dieser Wald, wie im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert, aus der forstlichen Nutzung genommen wird, kann sich hier Waldwildnis entwickeln“, erklärt die grüne Politikerin nach einer intensiven Diskussion mit den Teilnehmern der Wahlveranstaltung. Der nachhaltige Schutz der Natur und der vorhandenen Ressourcen ist ihr eine Herzensangelegenheit.
Die grüne Direktkandidatin verdeutlichte weiter: „Bündnis 90/Die Grünen wollen deshalb die Natur in Nordthüringen als Wirtschaftsfaktor stark in den Vordergrund rücken. Denn wir leben in einer Region in der Mensch und Natur eine Chance zum Aufatmen haben. Das möchten wir stärker als bisher in Wert setzen und zur Basis einer nachhaltigen Regionalentwicklung machen. Das bedeutet unter dem Strich Arbeitsplätze in Handwerk, in umweltgerechter Landwirtwirtschaft und der Gastronomie. Ein besonderer Fokus liegt dabei für mich auf Gesundheits- und Naturtourismus, sodass wir das Potential in Nordthüringen noch besser entwickeln können.“

Eine konsequente Absage erteilen die Bündnisgrünen daher dem Raubbau am Gipskarst im Südharz. Der fortgesetzte Abbau schwächt die langfristigen Perspektiven der Region. Daher ist ein kluger Moderationsprozess wichtig, der die Menschen mitnimmt. „Es ist mir wichtig, dass am Ende dieses Prozesses die Ausweisung eines Biosphärenreservates Südharz steht“ unterstrich Stephanie Kespohl die grüne Forderung, für die sie sich auch im Bundestagswahlkampf und auf Bundesebene stark machen will.

Ein weiteres wichtiges Thema während der Versammlung war die Abkehr von der Massentierhaltung hin zu mehr Tierwohl und damit gesünderen Lebensmitteln. Ob nun in Steinheuterode, in Nordhausen oder in Auleben: die Menschen im Umfeld von Ställen wollen ebenfalls ohne gravierende Beeinträchtigungen leben, die ungenügende Haltungsbedingungen und zu hohe Tierzahlen mit sich bringen. Deshalb möchte sich die Direktkandidatin auch für eine bessere Kennzeichnungspflicht guter Lebensmittel und damit für eine höhere Akzeptanz sorgsam erzeugter Lebensmittel an den Kühltheken und Kassen dieses Landes einsetzen. Die Grünen machen sich stark für eine Wende in der festgefahrenen Landwirtschaftspolitik des Bundes, da waren sich die Mitglieder einig.

Neben der Stärkung von Bildung sowie der Gesundheitsversorgung in Nordthüringen wollen die Bündnisgrünen die bestehenden Kultureinrichtungen wie Theater Nordhausen mit dem Loh-Orchester weiter sichern. Das ist eine wichtige kulturelle Klammer für Nordthüringen mit vielen Gästen aus den drei Landkreisen. Solche Leuchttürme stärken nicht nur das regionale Selbstbewusstsein sondern gehören zu den wichtigen Standortfaktoren für die Region zwischen Eichsfeld, Harz und Hainleite. Das gilt im Übrigen auch für die überregional bedeutende Hochschule in Nordhausen, in der auch Stephanie Kespohl den Weg ihrer Berufsausbildung begonnen und ihren Grundstein in Nordthüringen vor über 12 Jahren gelegt hat.

„Mir ist es bewusst, dass der Wahlkampf eine herausfordernde Zeit darstellt. Ich freue mich sehr darauf mit den Menschen der Region noch stärker ins Gespräch zu kommen und sie mitzunehmen. Dabei unterstützt mich ein motiviertes und starkes Team über dessen Vertrauen ich mich sehr freue“, so Stephanie Kespohl abschließend.

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